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Ausgabe 1
Artikel: 'Biologisch-vegane Landwirtschaft - eine Zukunftsperspektive'

In allen Kulturen, Religionen und Philosophien nimmt die Gewaltlosigkeit einen zentralen Stellenwert ein. Dennoch sind wir noch weit von gelebter Gewaltlosigkeit entfernt. BioVegaN will diesen Abstand in der Landwirtschaft verringern - durch biologisch-veganen Garten- und Landbau.

Biologische Landwirtschaft bedeutet Wirtschaften in möglichst geschlossenen Stoffkreisläufen mit natürlichen Regelmechanismen anstelle chemisch-synthetischer Produktionsmittel. Vegane Landwirtschaft bedeutet, keine Tiere zu halten und keine Produkte aus der Tierhaltung zu verwenden. Statt Mist werden u.a. Pflanzenkompost, Gründüngung, Mulchen und abwechslungsreiche Fruchtfolgen zum Bodenaufbau verwendet.

Warum das alles?

So wie wir versuchen, Leid von uns selbst abzuwenden, wollen wir es auch mit unseren Mitlebewesen halten. Daher streben wir danach, keine Tiere zu töten, zu quälen oder gefangen zu halten. Darüber hinaus trachten wir nach einer intakten, vielfältigen Landschaft mit Lebensräumen für alle Arten, sauberem Wasser und unbelasteter Luft. Dies bedingt natürlich einen achtsamen Umgang mit der Natur. Derzeit werden jedoch in Österreich zwei Drittel der heimischen Getreideproduktion - konventionell wie auch bio - als Tierfutter ver(sch)wendet (ca. 3 Millionen Tonnen pro Jahr!), wofür ca. 500.000 ha Land nötig sind. Weitere hunderttausende Hektar sind mit sonstigen Tierfuttermitteln bebaut.

Quelle: Präsidentenkonferenz d. Landwirtschaftskammern 1997
Quelle: Präsidentenkonferenz d. Landwirtschaftskammern 1997

Platz für alle

Der biologisch-vegane Landbau umgeht in der Lebensmittelherstellung den Umweg über den Tiermagen und benötigt daher viel weniger Platz. Die freiwerdenden Flächen können zum Teil der Natur zurückgegeben werden und zu einer reichhaltigen Landschaft beitragen. Zum anderen Teil können sie dafür genutzt werden, uns von der Abhängigkeit von Erdöl und anderen nicht erneuerbare Ressourcen zu befreien. So können Rohstoffe zur Erzeugung von Energie, Textilien, Papier, Baumaterialien, Treibstoffen, Verpackungen, etc. produziert werden.

Der biologisch-vegane Anbau verdient sich also eine weitere Verbreitung in Österreich, wozu BioVegaN mit seiner Arbeit beitragen will.

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